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Der Begriff Produktionswirtschaft wird gerne durch die Begrifflichkeit Produktionswirtschaftslehre ausgetauscht. Die Abkürzung lautet PWL. Sie ist ein Bestandteil der Betriebswirtschaft, der alle kaufmännischen Bestandteile und Aufgaben der Produktion beinhaltet. Folgende Komponenten können dabei in den Mittelpunkt geraten:
- Produktions- und Kostentheorie
- Planung sowie Steuerung des Produktionsprogramms zum einen und des Produktionsprozesses zum anderen
- Wahl eines Produktionsverfahrens
- Produktionsorganisation
- Überwachung der Produktionspotentiale sowie deren Koordination
Wie man sehen kann, grenzt sich die PWL damit ganz klar von anderen kaufmännischen Belangen des Unternehmens ab. Ebenso unterscheidet sie sich aber auch ganz klar von der technischen Seite eines Produktionsprozesses. Die Bereitstellung der Produktionsmaterialien sowie der spätere Vertrieb jedoch kann ihr wieder zugeschrieben werden.
Möchte man den Begriff wortwörtlich nehmen, fällt auch die Erstellung einer Dienstleistung in den Bereich der Produktionswirtschaft. Landläufig aber wird die PWL auf die Industrie reduziert bzw. mit der Produktion von Waren in Verbindung gebracht. Doch ist sie dies vornehmlich in ihren Anfängen, in den 1950ziger Jahren, gewesen. Spricht man heute von der Produktionswirtschaft, muss man feststellen, dass es sich mittlerweile zu einer interdisziplinären Disziplin entwickelt hat. Dies findet seine Begründung in der engen Verflechtung der Einzelbereiche eines Unternehmens: Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht, Soziologie, Arbeitswissenschaft, Mathematik und Operations Research.
Welches ist das ausgemachte Ziel der Planungswirtschaft?
Jedes Unternehmen ist darauf ausgerichtet, einen größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Das bringt es mit sich, dass Lagerhaltungs- wie auch Fertigungskosten minimiert werden. Auch die Durchlaufzeiten sind so niedrig wie möglich zu gestalten. Dies ist selbstverständlich unter anderem vom verwendeten Material sowie dem Produktaufbau abhängig. Dennoch kann die bestmögliche Durchlaufzeit auf genau dieses Produkt berechnet werden. Somit ergibt sich in jedem Unternehmen eine entsprechende Liste. Die Zeiten sollten eingehalten werden, um den restlichen Produktionsablauf nicht zu behindern. Nur auf diese Weise lässt sich die Kapazitätsauslastung maximieren.
Ein wachsames Auge auf die Umwelt
Ein wichtiger Punkt im Bereich der Produktionswirtschaft ist die Umwelt. In allen Bereichen der Gesellschaft wird heute wachsam auf die Umwelt geachtet. So ist es nur allzu natürlich, dass in jedem Unternehmen auch die Umwelt und ihre mit der Produktion auftretenden Nebenwirkungen bzw. Schäden streng überwacht werden muss. Dies hat aber nicht nur mit der im eigenen Betrieb ablaufenden Produktion zu tun. Auch bei der Auswahl der zur Produktion benötigten Materialien sollte darauf geachtet werden. Die meisten Unternehmen sind stolz auf ihre Erfolg im Bereich des Umweltschutzes. So ist es eigentlich nicht schwer, das bestmögliche Produkt bzw. Rohmaterial für die eigenen Zwecke zu finden.
Im eigenen Unternehmen jedoch den Umweltschutz in eine hohe Position zu setzen, ist nicht so ganz einfach. Der Gewinn des Unternehmens darf nicht übermäßig geschmälert werden und dennoch kann heute auf einen gewissen Aufwand in Bezug auf den Umweltschutz nicht verzichtet werden.
Human Rescources
Ganz ehrlich: Dieser Begriff hört sich immer noch merkwürdig an, obwohl er nun schon seit diversen Jahren verwendet wird. Ja, die Mitarbeiter des Bereiches Produktionswirtschaft müssen sich auch mit den Mitarbeitern der Produktionsabteilungen befassen. Hierbei geht es nicht um die regulären Aufgaben der Personalabteilung. Auch hat es nur bedingt mit der Einstellung neuer, geeigneter Mitarbeiter zu tun. Vorrangig geht es um die Betriebssicherheit bzw. die Sicherheit des einzelnen Mitarbeiters am Arbeitsplatz. Hierbei ist ein großes Augenmerk auf die Einrichtung, die Maschinen an diesem besonderen Werkplatz zu achten. Warum? Nun, gehen wir von einem Dienstleistungsunternehmen aus, sind die Gefahrenquellen für jeden einzelnen Mitarbeiter relativ gering. Wer als Maschinenführer arbeitet, weist einen viel höheren Sicherheitsbedarf auf. Das beginnt bei den Sicherheitsschuhen, über die Arbeitshandschuhe und den Helm bis hin zur intensiven Schulung eines jeden an exakt der zu nutzenden Maschine. Je größer ein Unternehmen ist, desto mehr hat der Kollege aus dem Bereich Produktionswirtschaft diesbezüglich zu tun. Schließlich können nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig angelernt bzw. überprüft werden. Warum man sie überprüft? Nun, jedes Unternehmen ist gegenüber der Berufsgenossenschaft verpflichtet, bestmöglich für die Angestellten zu sorgen. Das bedeutet natürlich auch, dass die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften von jedem sehr ernst genommen wird. Denn in den produzierenden Industrien wird die Berufsgenossenschaft regelmäßig vorstellig, um sich selber ein Bild der Situation zu machen.
In Bezug auf die Sicherheitsvorschriften ist auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass regelmäßig neue Vorschriften auftauchen. Sie müssen in das betriebliche Sicherheitskonzept eingearbeitet werden. Während es in großen Betrieben einen Sicherheitsbeauftragten gibt, der sich vorwiegend mit dieser Thematik beschäftigt, übernehmen dies in kleineren Unternehmen die Abteilungsleiter, die Vorarbeiter oder ein anderer „normaler“ Angestellter.
Die Ausbildung in der Produktionswirtschaft
Nein, um es gleich vorweg zu nehmen: Einen Produktionswirt gibt es im deutschen Ausbildungssystem, aber auch in den Berufsbeschreibungen nicht. Warum nicht? Alle notwendigen Informationen, die für den Bereich der PWL übermittelt werden, können im kaufmännischen Bereich, insbesondere bei der Ausbildung zum Industriekaufmann, erworben werden. Selbiges gilt für die technische Seite. Welche Ausbildung auch immer im technischen, produzierenden Bereich notwendig ist, verschiedene Komponenten werden bereits im Ausbildungsgang vermittelt. Andere hingegen können bei Fachfortbildungen oder weiteren Lehrgängen, etwa bei der REFA oder anderen Schulungszentren erworben werden. Auch besteht die Option, sich zum technischen Fachwirt ausbilden zu lassen. Sie verfügen über einen guten Überblick über sämtliche Teilbereiche und haben oftmals die spezifische Lehre durchlaufen. Sie sind eine fantastische Kombination aus Facharbeiter und Führungskraft.
Wer unbedingt durch ein Studium zu einer guten Position im Bereich der PWL gelangen möchte, sollte ein Duales Studium ins Auge fassen. So schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits lernt er die handwerkliche Seite von der Pike. Andererseits geben ihm die Studieninhalte alle weiteren Fähigkeiten, die er benötigt, um sich in diesem Bereich, der vermutlich in den meisten Unternehmen so nebenbei besetzt wird, rechtlich und sozial abzusichern.
Die Produktionswirtschaft ist in der heutigen Zeit, in der es schnell um das bittere Überleben eines Unternehmens gehen kann, ein wichtiger Bestandteil, der nicht unterschätzt werden sollte. Man kann ihn nicht nebenbei laufen lassen, weil er dann vermutlich keine ausreichende Beachtung findet. Und das könnte fatale Folgen nach sich ziehen.
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